Datensammelwut von Microsoft – Windows 10 telefoniert nach Redmond

Wer dieser Tage Windows 10 auf seinem Rechner installiert und stupide auf “okay” und “übernehmen” geklickt hat, der übermittelt ganz ohne Hilfe der NSA persönliche Daten an Microsoft! Das war zwar schon vorher so und gehört heute mittlerweile bei jedem großen Unternehmen zum guten Ton, doch Microsoft hat mit seinem neuen Betriebssystem noch einen draufgesetzt. Immerhin, mit wenigen Klicks lässt sich die Datenflut stoppen. Welche Daten Microsoft sammelt und zu welchem Zweck, das steht zumindest offen und ehrlich in den Datenschutzbestimmungen. Die Zusammenfassung: Alle persönlichen Daten, die Anwender preisgeben, setzt Microsoft auch für eine “Verbesserung und Personalisierung [ihrer] Erfahrungen” ein. Zu Letzterem gehört unter anderem, “der angezeigten Werbung mehr Relevanz zu verleihen”.

Wie aber den Datenhahn zudrehen?

Zuerst sollte man wissen, dass einige Komfort-Funktionen nach dem Deaktivieren nicht mehr funktionieren. Die Handschrift und Spracherkennung baut auf einem Wörterbuch auf, das, wenn Sie es deaktivieren, nicht mehr Eigennamen und Adressen der Kontakte erkennt und zum Beispiel durch Sprach-Assistentin Cortana abrufen kann. Auch das Speichern und Synchronisieren von Passwörtern zwischen mehreren Geräten funktioniert nur über ein Microsoft-Konto. Damit der neue Browser Edge nicht Daten sammelt, stellen Sie die Smart Screen Filter Funktion aus, die aber auf der anderen Seite auch der Sicherheit dient. Über den Windows Start-Button links unten gelangen Sie über Einstellungen zum Menüpunkt Datenschutz. Lesen Sie sich hier in aller Ruhe die Punkte durch die Sie deaktivieren möchten oder unter Umständen doch noch brauchen.

Peer-to-Peer Updates deaktivieren!

Einen ganz neuen Weg geht Microsoft bei der Verteilung von Updates. So dient der eigene PC als Verteiler in einem Peer-to-Peer Netzwerk. Vereinfacht gesagt, Sie verteilen die eben selbst runtergeladenen Updates über das Internet an andere fremde Computer. Soweit ist dies auch nicht verwerflich und Microsoft möchte damit seine Update-Server schonen. Wer allerdings ein ungutes Gefühl bei der Sache hat oder einfach seinen Traffic schonen möchte, der kann unter folgendem Weg diese Option ausschalten. Gehen Sie auf Einstellungen – Update & Sicherheit – Windows Updates – Erweiterte Optionen – Übermittlung von Updates auswählen und wählen dann im unteren Menüpunkt “PCs in einem lokalen Netzwerk” aus.

xpert.IT meint: Beachten Sie bei der Installation immer die Datenschutzbestimmungen und stellen Sie ein, wie viel Sie von sich preisgeben möchten.