Microsofts Surfacegate – Alles nur heiße Luft?

Verschweigt Microsoft etwa Akku- und Hitzeprobleme beim Surface Book und Surface Pro 4? Der Journalist Paul Thurrott wirft dem Unternehmen jedenfalls vor, die Probleme totzuschweigen.

In einem eigenen Blogeintrag mit dem reißerischen Titel “Welcome to Surfacegate”, äußert sich Paul Thurott zu den entdeckten Problemen und kritisiert insbesondere die integrierte Grafikeinheit der Skylake-Prozessoren, welche Microsoft in beiden Modellen verbaut. Im Detail verursacht der Intel-Treiber Abstürze und kann im Connected Standby die Akkulaufzeit deutlich reduzieren, da der Chip nur selten in den tiefsten Schlafmodus wechselt. Microsoft hat sich unterdessen nur ein einziges Mal, in Form eines Posts im eigenen Forum, zu Wort gemeldet. Im Dezember 2015 entschuldigte sich ein Ingenieur und gelobte Besserung durch ein Update, welches 2016 folgen soll. Dem Journalisten Thurrott geht das nicht weit genug. Er bemängelt die Intransparenz beim Hersteller und fordert, dass Käufer beispielsweise eine Verlängerung der Garantie um mindestens 6 Monate und ein Office-365-Abo erhalten sollen.

Grundlegend hat Paul Thurrott mit seinen Vorwürfen recht. Genauer betrachtet handelt es sich aber, wie bei vielen neuen Geräten, oft um Kinderkrankheiten, die nach und nach vom Hersteller behoben werden. Beim Surface Book auftretende Fehler wie die nicht sauber arretierende Halterung für die Tablet-Einheit sind bekannt, sie werden in Foren und Tests beschrieben. Zuletzt gab es für Microsoft auch in der Amerikanischen Football-Liga, dessen Exklusiv-Partner der Redmonder Konzern ist, Spott und Häme. Denn zum wiederholten Male kam es zu Ausfällen der verwendeten Surface-Tablets, die zu Analyse-Zwecken verwendet werden. Deswegen ein Surfacegate zu beschwören, ist jedoch ein wenig übertrieben.

xpert.IT findet: Produktionsfehler sind immer ärgerlich. Im Zweifel greifen Sie einfach zu bewährten Produkten.